| Personenanzahl: | maximal 10 Personen |
| Alter: | ab 8 Jahren |
| Dauer: | ca. 1 Stunde |
| Kosten: | € 15,00 pro Person |
ZinngießenDer Workshop beginnt mit einer Inspiration in der Antonsammlung, wo historische Zinnobjekte deren Herstellung und Verwendung veranschaulichen. Anschließend werden die Teilnehmer selbst kreativ: Unter Anleitung werden eigene Gussformen aus Gips oder Formsand hergestellt. Alternativ kann aus einem Fundus bestehender Formen gewählt werden.
Es entstehen individuelle Schmuckstücke, Medaillen oder kleine Figurinen.
Geschichtlicher Hintergrund
Zinn ist eines der ältesten Metalle der Menschheit. Da es weder rostet noch zerbricht, war es seit dem Mittelalter das bevorzugte Material für bürgerliches Tafelgeschirr, Zunftbecher und Spielzeug.
Zinngießer in Zwettl
Bereits 1441 wurde in Zwettl erstmals ein Zinngießer urkundlich erwähnt. Besonders im 16. und frühen 17. Jahrhundert erlebte das Handwerk in der Stadt eine Blütezeit, in der mehrere Meister gleichzeitig tätig waren.
Wissenswertes zum Material
Ursprünglich aus Indien stammend, wurde Zinn später im Erzgebirge und in England abgebaut. Heute ist Malaysia der Hauptlieferant. Hochwertiges „Feinzinn“ (90–100 % Zinnanteil) erkennt man beim Biegen am charakteristischen Knistern, dem sogenannten Zinngeschrei. Während früher oft Blei beigemengt wurde, um das Material schwerer und billiger zu machen, darf für Gefäße mit Lebensmittelkontakt heute nur noch ungiftiges Feinzinn verwendet werden. Jede nur erdenkliche Oberflächenbearbeitung ist ohne große Mühe möglich. Auch der relativ niedrige Schmelzpunkt (ca. 230°C) vereinfacht die Bearbeitung.