Band 18 der Zwettler Zeitzeichen wird präsentiert

Veröffentlichungsdatum19.09.2017Lesedauer1 Minute
Titelseite der Zwettler Zeitzeichen Band 18

Am Donnerstag, 14. Dezember 2017, um 19.00 Uhr, wird im Zwettler Sparkassensaal der 18. Band der Zwettler Zeitzeichen präsentiert.   

Dieser neue Band folgt den Spuren des Barockbildhauers Franz Josef Steinhofer, der im 18. Jahrhundert zusammen mit seiner Familie eine Bildhauerwerkstatt in Zwettl führte und im Zuge seines Wirkens eine beträchtliche Anzahl an Holzfiguren für mindestens zwölf Waldviertler Pfarrkirchen schuf.
Ab dem Jahr 1743 ist der zunächst der Herrschaft Loschberg untertänige Bildhauer, dessen Lebensgeschichte und Werkstattpraxis durch eine Recherche überlieferter Quellen nachgezeichnet werden konnten, in der Stadt Zwettl nachweisbar. Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten in seinen Anfangsjahren erfuhr der Bildhauer im Laufe seines weiteren Lebens auch beruflichen Erfolg und Wohlstand. Ab 1770 war Franz Josef Steinhofer Bürger der Stadt und lebte zusammen mit seiner Frau Susanna und seiner Tochter Franziska in seinem Wohnhaus Nr. 107 in der Stadt Zwettl (heute Berggasse 2), welches zur Ausübung seines Berufs auch als Bildhauerwerkstatt diente.
Die Skulpturen Steinhofers folgen einem weitgehend gleichbleibenden Formenrepertoire und zeichnen sich durch eine detaillierte Gestaltung von Schmuckelementen und Attributen sowie tiefbewegte Gewänder aus. In Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Handwerkern, wie beispielsweise den Zwettler Tischlermeistern Ignaz Pockfuß (1744-1828) und Johann Michael Zöhrer (1708-1769), führte die Werkstatt Steinhofers ihre Hauptwerke für die Pfarrkirchen von Friedersbach, Rastenfeld, Horn, und Franzen aus – eine beeindruckende Liste, die durch die stilistische Zuweisung von Arbeiten aus anderen Waldviertler Pfarrkirchen sogar noch erweitert wird.