Zwettler Zeitzeichen Band 17

Zwettler Zeitzeichen Band 17 - Titelseite

Annemarie Wolfslehner, „Johann Michael Flor (1708–1775). Ein barockes Stuckateursleben.“

88 Seiten, 71 Abbildungen, 2016

Johann Michael Flor (1708-1775) wurde in Unterretzbach im Weinviertel geboren und ließ sich nach seiner Eheschließung in Ravelsbach nieder. Dennoch ist er der wohl bedeutendste Barockstuckateur des Waldviertels, wo er auch einen Großteil seines Berufslebens verbrachte.
Er bescherte nicht nur dem Stift Altenburg die großartigen Stuckdekorationen der Kaiserzimmer und der Bibliothek, sondern hinterließ auch in Zwettl seine Spuren. Als Bürger und Besitzer eines stattlichen Wohnhauses am Zwettler Hauptplatz verbrachte Flor knapp 7 Jahre in der Stadt und war unter anderem in der Zwettler Pfarrkirche mit der Dekoration des Hochaltars und des Presbyteriums bzw. dem Gewölbestuck im südöstlichen Seitenschiffjoch beschäftigt. Von ihm stammt die prächtige Ausgestaltung des Sommerrefektoriums im Stift Zwettl, der Deckenschmuck in Prälatur und Priorat des Stiftes Geras, der Stuckdekor in den Pfarrkirchen von Gobelsburg und Ravelsbach und die Ausgestaltung der Pfarrhöfe in Schweiggers und Unterdürnbach, um nur einige seiner bedeutendsten Arbeiten zu nennen.
Der jungen Kunsthistorikerin Annemarie Wolfslehner ist es gelungen, erstmals ein umfangreiches Werkverzeichnis Flors zu erstellen. Ihre Recherchen geben aber auch Einblick in das Leben dieses bedeutenden Kunsthandwerkers, der sich trotz der klar zwischen Herrschaft oder Untertan scheidenden Lebenswelt des Barock ein wenig zwischen beiden Gruppen bewegte und doch stets „dienstbeflissenster Diener“ hochedler Herren blieb.

Die "Zwettler Zeitzeichen" sind zum Preis von je 15,- Euro pro Band im Zwettler Buchhandel sowie bei den Verkaufsstellen der Zwettler Museen oder direkt beim Stadtamt Zwettl (Gartenstraße 3, 3910 Zwettl, Tel. 02822/503 0, E-Mail senden) erhältlich.